Was im Jahre 1990 mit einer 20-ku00f6pfigen Guggenmusig, einem Toyota Corolla, einem Land Rover, vielen Zugfahrten und einer riesigen Portion Begeisterung begann, hat sich bis heute zu einem Verein mit aktuell 67 Nasen, vielen Carfahrten und etwas geordneteren Strukturen, aber mit nicht weniger Begeisterung entwickelt.

Schon immer war es uns wichtig, jede Fasnacht unter ein spezielles Motto zu stellen und dies in teilweise auch unkonventionellen Kleidern, Grinden, Plakaten und diversen anderen Ideen originell zu gestalten.

So auch in diesem Jahr unter dem Motto:u00a0Pestis Insectorum

Sucht man im Duden den Begriff u00abu00c4mmegosleru00bb findet man folgendes:

Dudeneintrag Ämmegosler

Ends 15. Jahrhundert, anno 1495, so erzu00e4hlt man sich, soll ein schreckliches Ungetier in der kleinen u00c4mme u2013 beim Chalchloch u2013 sein Unwesen getrieben haben. Nachts soll es gar furchtbare Laute von sich gegeben haben, welche weitherum zu vernehmen waren. So schauerhaft soll dieses Geheul getu00f6nt haben, dass einem schier das Blut in den Adern habe stocken wollen.

Manche Leute behaupteten, dass das schreckliche Viech in Vollmondnu00e4chten gar aus dem Wasser stieg und den Mond anheulte. Furchtbar soll dieses Ungeheuer dreingeschaut haben, so dass man nicht wusste, ob das wohl eher Mensch oder Tier sein sollte.

Lange hu00e4tten die Leute in Angst und Schrecken gelebt und sich nicht mehr in die Nu00e4he des Wassers getraut. Im u00abWarnet anno 1495u00bb sollen sich dann fu00fcnf mutige, junge Burschen auf den Weg gemacht haben, mit dem Ziel das Ungeheuer mit langen, knorrigen Holzstecken aus der u00c4mme zu verjagen. Die jungen Mu00e4nner jedoch sollen nie wieder von ihrem Vorhaben zuru00fcckgekehrt sein. Niemand soll je wieder etwas von ihnen vernommen haben. Es gab Leute, die viele Jahre spu00e4ter behaupteten, einzelne von ihnen nachts, wenn der Schein des Vollmondes aufs Wasser fiel, wieder gesehen zu haben, wie sie dem Wasser entstiegen und mit ihren langen Holzstecken in der u00c4mme u00abgosletenu00bb!

Gar furchterregend sollen sie allerdings dreingeschaut haben. Unheimliche gru00fcn-braune Gestalten mit schrecklichen Fratzen und u00fcber und u00fcber vom Schlamm bedeckt. Vom Ungeheuer soll man allerdings nie wieder etwas gesehen oder zu Ohren bekommen haben. Viele Jahre sprach man nicht mehr oft u00fcber die fu00fcnf u00abu00c4mmegosleru00bb, die auf so geheimnisvolle Art und Weise verschwunden waren. Bis dann knapp 500 Jahre spu00e4ter wieder einmal ein paar junge Leute gemu00fctlich an der u00c4mme sassen, tranken, johlten und festeten.

Sie sollten in dieser Vollmondnacht Zeugen sein, als wieder einmal ein verschwundener Gosler aus den Fluten der u00c4mme stieg. Es fuhr ihnen durch Mark und Bein als sich der finstere Geselle ihnen zuwandte, aber sofort wieder im Wasser verschwand als er sie erblickte.

Der Schreck steckte ihnen noch lange tief in den Knochen und sie beschlossen zum Gedenken an die verschwundenen u00abu00c4mmegosleru00bb auf die kommende Fasnacht hin eine gleichnamige Guuggemusig zu gru00fcnden, um die mutige Helden von damals stets in Erinnerung zu behalten.

Seither werden die Gosler nun jede Fasnacht von den geheimnisvollen Geistern befallen, welche jedes Jahr am Aschermittwoch-Morgen leicht schwankend aus der Gosler-Bar zur u00c4mme torkeln und sich tief im Wasser auf den nu00e4chsten Streich freuen…

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